Service für Kommunen

Für die Umwelt- und Wohnqualität der Stadtbevölkerung spielt der Naturfaktor eine wichtige Rolle. Die Begrünung ungenutzter Dachflächen stellt in diesem Zusammenhang eine besonders effiziente und kostengünstige Möglichkeit dar, um den Grünflächenanteil und die damit verbundene Wohlfahrtswirkung für die Allgemeinheit zu erhöhen.

Wenn es um die aktive Unterstützung privater und gewerblicher Gründachinitiativen geht, sind auch die städtischen Planungsämter und Fachbehörden gefordert. Dabei können sie auf ein bewährtes Instrumentarium aus Förderprogrammen, Informationsveranstaltungen und Argumentationshilfen zurückgreifen, das seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt wird.

1. Beispiele für kommunale Förderprogramme

Fördergelder

Durch finanzielle Zuschüsse können Eigentümer von privat oder gewerblich genutzten Immobilien dazu motiviert werden, zusätzliche Grünflächen auf den Dächern der Stadt zu schaffen und damit die Versiegelung am Boden zu kompensieren. In der Regel sind dabei Dachbegrünungen, die aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen (z.B. als Auflage bei der Baugenehmigung) festgesetzt werden, von den direkten Zuschüssen ausgenommen.

Bremen Extensive Dachbegrünung
Heidelberg Nachhaltiges Wassermanagement“ (PDF, 1.2 MB)
München Förderprogramme für privates Grün

 

Reduzierte Niederschlagswassergebühren

In Deutschland werden knapp 70% aller Abwasserrechnungen nach dem gesplitteten Gebührenmaßstab erstellt. Grundlage für die Berechnung der Niederschlagswassergebühr ist die bebaute und/oder befestigte Grundstücksfläche. Begrünte Dachflächen, die einen Großteil der Niederschläge speichern und das überschüssige Restwasser erst mit zeitlicher Verzögerung abgegeben, werden in der Regel als Entsiegelungsmaßnahme anerkannt und mit einer Gebührenreduktion belohnt.

Berlin Allgemeine Bedingungen für die Entwässerung in Berlin, § 15b
(PDF 5.7 MB)
Köln Abwassergebührensatzung, §3 (PDF)

 

Zu den wesentlichen Bausteinen kommunaler Förderprogramme gehört auch die Festsetzung von Dachbegrünungen in Bebauungsplänen und die Anerkennung begrünter Dächer im Rahmen der Eingriffs-/ Ausgleichsregelung gemäß Bundesnaturschutzgesetz.

Damit die ökologische Ausgleichsfunktion begrünter Dächer über viele Jahre erhalten bleibt, sollten in den kommunalen Förderprogrammen Hinweise auf eine fachgerechte Ausführung und Pflege enthalten sein. Dazu gehören auch Mindeststandards für Aufbauhöhen, standortgerechte Vegetation und Regenwasserrückhalt.

Weitere Beispiele für kommunale Förderprogramme und Mustersatzungen können Sie bei der Geschäftsstelle des Deutschen Dachgärtner Verbandes erhalten. Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Erfahrungsberichte.

2. Unser Seminarangebot

Die bundesweiten Seminare des Deutschen Dachgärtner Verbandes wenden sich an kommunale Fachbehörden, Bauherren, Architekten und Umweltverbände. Seit über 20 Jahren bieten wir praxisorientierte Wissensvermittlung und Informationsaustausch, um lokale Gründach-Initiativen zu stärken und bestehende Vorurteile abzubauen.

Die DDV-Seminare für Kommunen sind kostenlos und werden von erfahrenen Fachreferenten durchgeführt. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl unserer aktuellen Vortragsthemen. Selbstverständlich können wir die Seminarschwerpunkte speziell auf Ihre Wünsche und den jeweiligen Anlass abstimmen. Hier können Sie uns eine Nachricht bzw. Anfrage übersenden, wenn Sie Interesse an einem Seminar haben.

Seminare für Fachbehörden (Inhouse-Seminare)

Vortrag vor dem Umweltausschuss der Stadt Friedrichshafen

Informationsveranstaltungen für Bürger

Bürgerinfoabend in Gladbeck

Verbundseminare für Architekten und Baubeteiligte

Gründach-Forum in Gütersloh

3. Unsere Informationsmaterialien

Im Download-Bereich sind verschiedene Argumentationshilfen und Infoblätter für Bauherren, Architekten und kommunale Fachbehörden abgelegt.